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Sicherheit ist subjektiv – welches Risikoniveau ist für Unternehmen akzeptabel?

7. Juni 2018
| Deutschland

FRANKFURT AM MAIN, 7. Juni 2018 – Die Risiken für deutsche Unternehmen werden immer zahlreicher und komplexer. Vor allem Cyber-Attacken und Datenschutzvorfälle beherrschen die aktuelle Diskussion um firmenspezifische Risiken, aber auch unerwartete Geschehnisse wie Pandemien, Naturereignisse oder politische Unsicherheiten haben einen wesentlichen Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen. Aktives Risikomanagement wird daher immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. Mit dem Risk Summit bot Willis Towers Watson deshalb zum zweiten Mal ein Event für Verantwortliche in mittleren und großen Unternehmen, deren Aufgabe es ist, Risiken zu managen, Entscheidungen zu treffen und die einen Blick über den Tellerrand werfen wollten. Über 100 Zuhörer interessierten sich für dieses Format und konnten die Sicherheitsstrategien aus den praxisnahen Vorträgen auf ihre eigene Branche beziehen.

Live-Umfrage zeigt Hauptrisiken

Eine Blitzumfrage unter den Teilnehmern ergab, dass sie als Hauptrisiko für ihre Unternehmen Betriebsunterbrechungen betrachten, gefolgt von Cyber-Angriffen und Reputationsverlust. Auch die jüngsten Ergebnisse der Willis Towers Watson Cyber-Studie 2018 bestätigten sich erneut: Im Umgang mit Cyber-Risiken liegen die größte Herausforderungen in der Risikoeingrenzung/-erfassung, der quantitativen Bewertung von Schadenszenarien und dem Mangel an Transparenz bei bestehenden Cyber-Versicherungen.

Umgang mit Risiken ist häufig noch Neuland

„In der systematischen Risikoerfassung stehen die meisten Unternehmen in Deutschland noch am Anfang. Studien zeigen, dass viele Firmen nur sehr begrenzt in der Lage sind, ihre Risiken systematisch zu bewerten und individuell zu quantifizieren“, sagt Mathias Pahl, Geschäftsführer und Head of Corporate Risk & Broking. „Intelligente Konzepte, internationale Marktkenntnisse sowie die fachliche und analytische Bewertung des Versicherungsbedarfes werden in Zukunft aber eine noch höhere Relevanz erfahren.“

Wie unterschiedlich Risiken für Unternehmen aussehen können, haben acht Referenten in ihren Vorträgen erläutert: Eduardo Escudeiro ist für Willis Towers Watson als Network Manager in Brasilien tätig und berichtete über die dortige Risiko- und Versicherungslandschaft. Dr. Angelika Werner, Expertin für Naturkatastrophen bei Swiss Re, gab eine Prognose für zukünftige Risiken ab. Dr. Ina Becker, Legal Counsel für die Hilite Gruppe, ordnete rechtliche Themen in den Risikomanagementkontext ein. Christoph Schwager, Managing Director, SRI Strategic Risk Institute GmbH, machte die Anwesenden fit für die Zukunft durch strategische Antizipation und Kontrolle. Hans-Peter Wollner, Head of Business Development, BELFOR Deutschland GmbH, gab einen Überblick darüber, wie Firmen im Schadenfall nach einem Großfeuer richtig reagieren. Frank Tuch ist Geschäftsführender Gesellschafter der MP-Business Management GmbH und sprach über ein medienbeherrschendes Thema – Regressprozesse der Automobilhersteller. MMag. Markus Hofer, CFO, Miba AG, berichtete über seine Erfahrungen mit Risikomanagement im disruptiven Umfeld. Manfred Müller, Flugkapitän und Dozent für Risikomanagement, beschrieb in seiner Key-Note die Anwendung von Sicherheitsstrategien der Luftfahrt für andere Bereiche.