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MARKTspot 2019 – Real Estate: Dynamische Branche mit Entwicklungsbedarf

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6. Juni 2019

Der Markt für Immobilienversicherungen ist durch die selektive Zeichnungspolitik der Versicherer geprägt. In der Wohnwirtschaft ist durch Konsolidierung ein leicht erhöhtes Prämienniveau zu erwarten.

Der Markt für Immobilienversicherungen ist durch die selektive Zeichnungspolitik der Versicherer geprägt. In der Wohnwirtschaft ist durch Konsolidierung ein leicht erhöhtes Prämienniveau zu erwarten. 

Die Immobilienbranche in Deutschland ist nicht nur einer der größten Wirtschaftszweige des Landes, sie zeichnet sich auch durch Dynamik und Facettenreichtum aus. Kaum eine andere Branche ist so vernetzt und heterogen. Das vergangene Jahr hat allerdings gezeigt, dass zunehmend gemischte Immobilienportfolien durch eine selektive Zeichnungspolitik der Versicherer zu Schwierigkeiten bei der Platzierung führen. 

In der Wohnwirtschaft ist insbesondere bei schlecht verlaufenden Verträgen weiterhin mit Konditionsanpassungen zu rechnen. Im Markt für gewerbliche Risiken gab es erneute Veränderungen auf Seiten der Versicherer. Durch den Marktaustritt eines weiteren Anbieters, als auch durch den Zusammenschluss zweier führender Versicherer, werden sich die Konditionen insgesamt auf einem leicht höheren Niveau einpendeln. Bei Portfolios mit Schadenfrequenzen ist von einer Schadenquotentoleranz der Versicherer von 40 bis zu 60 Prozent auszugehen.

Individuelle Risikosituation gewinnt an Bedeutung

Die Versicherer versuchen zunehmend, die Integration von Selbstbehalten in Höhe von 5.000 bis 10.000 Euro über alle Gefahren umzusetzen. Schaden- und Frequenztreiber bleiben nach wie vor die Gefahren Leitungswasser und Naturrisiken. Die Platzierung von Mehrjahresverträgen gestaltet sich zunehmend schwierig. 

Insgesamt ist zu erwarten, dass die individuelle Risikosituation und die Einstellung des Kunden eine zunehmende Rolle bei der Festsetzung der Konditionen spielen wird. Insbesondere für schwierige Risiken wird es künftig entscheidend sein, welche Risikoverbesserungen die Eigentümer nachweisen können beziehungsweise welche Maßnahmen geplant sind. Gezielte Analysen des Portfolios (zum Beispiel Naturgefahrenanalyse, Schadenauswertungen etc.) helfen dabei, das richtige Verhältnis zwischen Prämienaufwand, Schadenaufwand und benötigten Versicherungslimits zu vereinbaren und zu dokumentieren.

Herausforderung Digitalisierung

Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Assekuranz und Immobilienwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen. Insbesondere bei der Digitalisierung von Kommunikation und Prozessen gibt es Entwicklungsbedarf. Ein Grund mehr, für diesen Markt passgenaue Lösungen und ein individuelles Risikomanagement zu implementieren. Für Versicherungsmakler sind deswegen umfassende und aktuelle Kenntnisse der Branche unerlässlich, um ein effektives Versicherungs- und Schadenmanagement anbieten zu können. Um diesen Anspruch umzusetzen und effiziente Risikolösungen zu realisieren, stehen den Maklern eine Vielzahl von Sicherungsinstrumenten zur Auswahl.

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