Studienergebnisse

German Pension Finance Watch Q2 2018

Rechnungszins und Inflationsentwicklung lassen Pensionsverpflichtungen moderat steigen

8. August 2018
| Deutschland

Der Umfang der Pensionsverpflichtungen der DAX-Unternehmen ist im ersten Halbjahr um 1,0 Prozent leicht gestiegen, während die Pensionsvermögen um 0,3 Prozent sanken. In der Folge gab der Ausfinanzierungsgrad (das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) leicht nach; er liegt nun bei 66,6 Prozent. Im Einzelnen stiegen die Pensionsverpflichtungen der DAX-Konzerne auf 385,9 Mrd. Euro, wie die Modellberechnung „German Pension Finance Watch“ von Willis Towers Watson zeigt. Gleichzeitig sanken die spezifisch für die Pensionen vorgehaltenen Planvermögen vor allem aufgrund der niedrigen Performance der europäischen Aktienmärkte sowie aufgrund von Währungseffekten auf 257,1 Mrd. Euro. Im MDAX stieg der Verpflichtungsumfang geringfügig stärker um 1,2 Prozent auf 81,9 Mrd. Euro, während die Pensionsvermögen minimal zulegten (um 0,1 Prozent auf 46,0 Mrd. Euro). Diese Veränderungen reflektieren neben einer weiteren leichten Verringerung des Rechnungszinses um drei Basispunkte u.a. auch einen leichten Anstieg der Inflationserwartung um acht Basispunkte.

Das Willis Towers Watson German Pension Finance Watch stellt die Auswirkungen aktueller Kapitalmarktentwicklungen auf deutsche Benchmark-Pensionspläne dar. Die Analyse wird quartalsweise veröffentlicht und ergänzt die ebenfalls von Willis Towers Watson herausgegebenen Studien zu den Auswirkungen der Märkte auf US-amerikanische Benchmark-Pensionspläne (Willis Towers Watson US Pension Finance Watch, erscheint monatlich) und weltweite Benchmark-Pensionspläne (Willis Towers Watson Global Pension Finance Watch, erscheint vierteljährlich).