Mitarbeiter kurzfristig gehen lassen müssen – Klassische Instrumente und neue Alternative am Markt

Ergebnisse der Willis-Towers-Watson-Studie 2016

23. September 2016

Selbst erfolgreiche Unternehmen unterliegen einem permanenten Veränderungsprozess, oft begleitet von strukturellen Veränderungen im Unternehmen einschließlich personeller Maßnahmen. In vielen Branchen stehen derzeit Veränderungsprozesse und Modelle zum Personalabbau im Vordergrund, welche auf eine Verjüngung der Belegschaftsstruktur abzielen. Vorzeitige Beendigungen des Arbeitsverhältnisses können dabei einzelfallbezogen oder als kollektive Maßnahmen umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat Willis Towers Watson in einer repräsentativen Umfrage über 50 Unternehmen befragt, welche Modelle sie im Falle von Restrukturierungsmaßnahmen ihren Mitarbeitern anbieten.

Die zentralen Kernaussagen der Studie im Überblick:

Warum Unternehmen zu Restrukturierungen veranlasst sind

  • Die am häufigsten genannten Gründe für Personalabbau sind hoher Kostendruck (26%), ein verändertes Marktumfeld (24%) sowie eine suboptimale Personalstruktur (14%).
  • Unternehmen verfolgen mit Personalabbau folgende Ziele: 1. Kostenreduktion 2. Verjüngung der Belegschaft und 3. Harmonisierung.

Zeithorizont und Umfang des Personalabbaus

  • 23% der Teilnehmer planen noch dieses Jahr Maßnahmen zum Personalabbau, 47% der Teilnehmer in den nächsten 3 Jahren.
  • Die Mehrheit der teilnehmenden Unternehmen hat dabei zwischen 51 bis 100 Mitarbeiter in den Bereichen Produktion und Corporate im Alter zwischen 56 und 60 abzubauen.

Klassische Maßnahmen für den Personalabbau

  • Gängig für die Umsetzung von Personalabbau sind nach wie vor Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestand.
  • Zeitwertkonten werden grundsätzlich bereits zum Personalabbau eingesetzt, allerdings noch nicht auf breiter Basis.
  • Transfergesellschaften, Übergangsgeld und Betriebliche Teilrente werden weniger zum Personalabbau eingesetzt.

Wahrnehmung der Maßnahmen bei Betriebsrat bzw. Mitarbeiter / AG-Attraktivität

  • Laut den Arbeitgebern erfahren die Abfindungsvereinbarungen die geringste Wertschätzung bei Betriebsrat und Mitarbeitern und tragen wenig zur Attraktivität des Arbeitgebers bei.
  • Die höchste Wertschätzung erfahren ATZ- und Vorruhestands-Programme, dicht gefolgt von Zeitwertkonten, die ebenfalls die Attraktivität des Arbeitgebers erhöhen.

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