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Das digitale Ökosystem effektiv nutzen

Future of Work|Compensation Strategy & Design|Employee Engagement |Talent|Total Rewards
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10. November 2020

Wie Sie sicher durch die Vielzahl digitaler HR-Lösungen navigieren, um Ihr Unternehmen bestmöglich darin aufzustellen.

Im Kontext der Digitalisierung der Arbeitswelt macht der Begriff „digitales Ökosystem“ immer häufiger die Runde. Was hat es damit eigentlich auf sich? Modebegriff, Fachbegriff oder etwas dazwischen? Und, ein einheitliches Begriffsverständnis vorausgesetzt: Wie kann sich ein Unternehmen in diesem Ökosystem einrichten? Mit Fokus auf den HR-Bereich haben wir diese Fragen mit Merle Bartels und Bettina von Stockert erörtert; beide beschäftigen sich bei Willis Towers Watson intensiv mit digitalen HR-Lösungen.

Frau Bartels, Frau von Stockert, was ist eigentlich ein digitales Ökosystem?

Merle Bartels: Gute Frage. Ein klares Verständnis des Begriffs schadet im Dschungel des digitalen Jargons sicherlich nicht. Als „digitales Ökosystem“ bezeichnen wir die Gesamtheit aller digitalen Lösungen, die ein Unternehmen nutzen kann, um erfolgreich zu handeln. Der Begriff umfasst also interne bzw. proprietäre Lösungen, externe Lösungen und auch internalisierte Lösungen, wenn eine externe Lösung erworben und integriert wird.

Bettina von Stockert: Eine Ergänzung, die mir wichtig ist: Die Begriffsdefinition endet nicht bei der technischen Dimension. Ein digitales Ökosystem umfasst immer auch die Organisation selbst und die Menschen, die sich für sie engagieren – also zum Beispiel die Mitarbeiter, die mit einer digitalen Lösung arbeiten oder den externen Berater, der die Implementierung begleitet.

Die Anzahl digitaler Lösungen, auf die ein Unternehmen theoretisch zurückgreifen kann, ist enorm. Fällt es da nicht schwer, den Überblick zu behalten?

Merle Bartels: Genau das ist der Punkt. Wir beraten ja in erster Linie HR-Bereiche. Allein die Breite der Anbieter digitaler HR-Lösungen kann überfordernd wirken – und da reden wir noch nicht über Qualität. Will ein Unternehmen, das vielleicht gerade erst am Anfang der Digitalisierung des HR-Bereichs ist, hier alleine den Überblick behalten, ist das ein nahezu unmögliches Unterfangen.

Bettina von Stockert: Nehmen wir mal an, ein Unternehmen sucht zu einer bestimmten Frage eine digitale Lösung und ein kleines, internes Projektteam nimmt sich der Sache an. Vielleicht findet man tatsächlich eine Lösung, die bei der definierten Problemstellung weiterhilft. Dann hat man schon einen guten Job bei der Navigation durch die Anbieterlandschaft gemacht. Vielleicht hätte aber zwei Straßen weiter ein alternativer Anbieter mit einer noch besseren Lösung in einem Start-up-Loft gesessen, wurde jedoch nicht wahrgenommen – eine verpasste Chance.

Wie können Unternehmen also ihr digitales HR-Ökosystem erfolgreich gestalten?

Bettina von Stockert: Am besten mit einem Partner, der sie bei der Navigation durch die Anbieter- und Lösungslandschaft unterstützen kann. Natürlich denke ich da ganz ohne Bescheidenheit an Willis Towers Watson, aber aus gutem Grund: Für uns stellen sich schließlich die gleichen Fragen wie für unsere Kunden – auch wir müssen unser digitales Ökosystem bauen und pflegen und lernen dabei beständig weiter.

Merle Bartels: Mit Blick auf die Erfahrungen mit unserem eigenen HR-Ökosystem und auf die generellen Herausforderungen von HR haben wir im Rahmen unserer Kern-Beratungsleistungen eine Reihe von Software-Lösungen selbst entwickelt, die wir Unternehmen anbieten. Ich denke da etwa an die Themen Compensation, Employee Engagement, Mitarbeiter-Assessments oder auch an unsere Portal-Lösungen für die Interaktion mit den Mitarbeitern.

Decken Ihre digitalen Lösungen alle relevanten Themen ab?

Merle Bartels: Nein, wir sehen auch, dass wir bei bestimmten Themen unsere Kunden besser und effizienter unterstützen können, wenn wir mit externen Partnern kooperieren und deren digitale Lösungen in unser Beratungsangebot integrieren. Wir bieten hier unseren Kunden zum Beispiel Lösungen, mit denen sie virtuelle Fokusgruppen bilden können, um in Projekten ein noch besseres Stakeholder Management zu gewährleisten – oder Lösungen für Fair-Pay-Analysen, die auch als regulatorische Nachweise dienen können.

Bettina von Stockert: Nicht alle Lösungen, die wir unseren Kunden bieten bzw. empfehlen, müssen wir also selbst entwickeln – eine Partnerschaft kann wie gesagt auch für uns sinnvoll sein. Mit unserem strategischen Partner Plug and Play haben wir zum Beispiel die Innovationsplattform Enterprise 2.0 gegründet, über die wir mit den vielversprechendsten Start-ups zusammenarbeiten. So behalten wir stets den Überblick über das, was „da draußen“ so los ist. Und gern lassen wir unsere Kunden von diesem Wissen profitieren.

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