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Artikel | Benefits! kompakt

Entgeltumwandlung aktiv gestalten

Studie zeigt Engagement, aber auch Informationsbedarf

Retirement
N/A

26. November 2019

Obwohl Unternehmen die Entgeltumwandlung aktiv gestalten und fördern, sind die Teilnahmequoten bisher ausbaufähig.

In einer Studie zur Marktpraxis der Entgeltumwandlung hat Willis Towers Watson mehr als 80 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt. Sie zeigt, dass Unternehmen Entgeltumwandlung aktiv managen und vielfach schon heute mit zusätzlichen Beiträgen fördern. Dennoch bleiben die Teilnahmequoten zum Teil hinter den Erwartungen zurück.

Fast 90 Prozent der Studienteilnehmer aus verschiedenen Branchen geben an, eine zentrale Regelung zur Entgeltumwandlung vorzuhalten. Führend ist hier deren Umsetzung im Rahmen einer Direktversicherung. Drei Viertel nutzen die Möglichkeiten einer bedarfsgerechten, flexiblen Steuerung durch die Arbeitnehmer. Fast zwei Drittel haben die Entgeltumwandlung bereits vor den entsprechenden Anforderungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) durch Arbeitgeberzuschüsse gefördert, oftmals über die Weitergabe gesparter Sozialversicherungsbeiträge hinaus.

Nur in etwa einem Drittel der Unternehmen nehmen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter das Angebot der Entgeltumwandlung wahr.

Dennoch bleiben die Teilnahmequoten hinter den Erwartungen zurück. Nur in etwa einem Drittel der Unternehmen nehmen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter das Angebot wahr. Der automatischen Teilnahme der Mitarbeiter an der Entgeltumwandlung mit Widerspruchsmöglichkeit (Opting-out) stehen die Personalverantwortlichen mehrheitlich jedoch reserviert gegenüber.

BRSG-Anforderungen umgesetzt

In fast 60 Prozent der Unternehmen besteht durch das BRSG Änderungsbedarf bei der Entgeltumwandlung. Die Hälfte davon war hier bereits aktiv. Im Vordergrund steht die Umsetzung der Zuschusspflicht durch Angebote im Rahmen von Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Dabei halten sich nach Aussage der Unternehmen die Umsetzung als pauschaler Zuschuss und die sogenannte Spitzabrechnung die Waage. Auch die Ausweitung des steuerlichen Dotierungsrahmens führt vielfach zur Anpassung der Versorgungsregelungen, die somit nicht auf den gesetzlichen Entgeltumwandlungsanspruch begrenzt bleiben. Allerdings besteht weiterhin Skepsis bezogen auf die Riester-Förderung in der bAV: Fast 80 Prozent wollen diese nicht anbieten.

Information tut Not

Als Hinderungsgründe für die Teilnahme an einer Entgeltumwandlung sehen Personalverantwortliche neben fehlenden finanziellen Möglichkeiten die Unkenntnis des Versorgungsbedarfs, ein mangelndes Verständnis des Angebots und eine grundsätzliche Skepsis gegenüber Versicherungsangeboten. Produktanbietern, Beratern und Arbeitgebern kommt hier mit Blick auf eine einfache und verständliche Konzeptgestaltung und bedarfsgerechte Kommunikation und Information eine wichtige Aufgabe zu.

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Christopher Schumbert

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