Pressemitteilung

Turbulentes Jahr für die Bilanzpositionen der Unternehmen: Bessere Zahlen im vierten Quartal 2016

Willis Towers Watson Swiss Pension Finance Watch – 4. Quartal 2016

12. Januar 2017
| Schweiz

ZÜRICH, 12. Januar 2017 Die Bilanzen der Schweizer Unternehmen haben sich im letzten Quartal 2016 deutlich verbessert. Die Diskontierungssätze stiegen gegenüber Ende September 2016 um rund 40 Basispunkte (Bp.) und die Anlagerenditen fielen im vierten Quartal positiv aus. Insgesamt erhöhte sich der Deckungsgrad (d.h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) um rund 6,6 Prozentpunkte, wie aus dem Willis Towers Watson Pension Index hervorgeht. Dieser kletterte von 90,2% per 30. September 2016 auf 96,8% per 31. Dezember 2016.

Der Pensionskassenindex wird vierteljährlich von Willis Towers Watson in deren Swiss Pension Finance Watch veröffentlicht und basiert auf den International Accounting Standards (IAS). Der Index stellt die quartalsweise Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads dar, statt den sonst typischen Deckungsgrad der schweizerischen Vorsorgepläne anzugeben.

Aufwärtstrend im vierten Quartal 2016

In der Schweiz haben sich die Bilanzen der Unternehmen deutlich verbessert und die Anlagerenditen fielen im letzten Quartal positiv aus. Der Pensionskassenindex stieg von 94,8% per Jahresende 2015 auf 96,8% per Jahresende 2016 und verbesserte sich damit im Gesamtjahr 2016 um 2 Prozentpunkte.

«Die Entlastung der Bilanzen bedeutet jedoch nicht, dass sich die Schweizer Unternehmen nun in Sicherheit wiegen können. Die Unternehmen müssen nach wie vor laufend prüfen, ob die Anlagestrategie und die Leistungen des angebotenen Vorsorgeplan den derzeitigen und erwarteten Marktbedingungen entsprechen», warnt Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Willis Towers Watson in Zürich. «Es ist insbesondere ratsam zu prüfen, ob der angebotene Umwandlungssatz langfristig haltbar ist», fügt Peter Zanella hinzu.

Von Oktober bis Dezember sind die Anleihenrenditen gegenüber dem Ende des Vorquartals deutlich, um nahezu 40 Basispunkte, gestiegen. Damit nahmen die Pensionsverpflichtungen ab und der Pensionskassenindex stieg. Zudem haben in geringem Masse die positiven Anlagerenditen im vierten Quartal zu einer Verbesserung des Index geführt. Die Rendite der von den Schweizer Pensionskassen üblicherweise gehaltenen Anlageklassen lag für das letzte Quartal 2016 um 0,5% höher (gemäss BVG-40 plus Index von Pictet).

Lage der Pensionskassen problematisch

«Das Quartal endete mit der erwarteten Erhöhung der US-Leitzinsen um 0,25%. Die grösste Volkswirtschaft der Welt erreicht gerade die letzte Phase ihres Konjunkturzyklus, und so rechnen wir künftig nur mit einem schrittweisen Zinsanstieg. Es war jedoch die Nachricht über den Sieg Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen, die den weit grösseren, wenngleich weniger erwarteten, positiven Einfluss auf die bilanziellen Bewertungen der Schweizer Vorsorgepläne ausübte. Trotz vager und zuweilen sogar widersprüchlicher politischer Aussagen löste der Wahlerfolg Trumps an den Aktienmärkten im Dezember 2016 eine regelrechte Rally aus. Infolge der höheren Inflationserwartungen stürzten sich die Anleger auf Aktien und verkauften Anleihen, weshalb die Renditen und daher auch die Diskontierungssätze anzogen», so Michael Valentine, Senior Investment Consultant bei Willis Towers Watson in Zürich.

Willis Towers Watson Swiss Pension Finance Watch – 4. Quartal 2016

Willis Towers Watson Swiss Pension Finance Watch – 4. Quartal 2016

Hintergrundinformationen zur Studie

Der Swiss Pension Finance Watch untersucht vierteljährlich die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Finanzierung von Vorsorgeplänen in der Schweiz. Die Studie ist ein Teil des Global Pension Finance Watch von Willis Towers Watson, dessen Ergebnisse für die grössten Pensionsmärkte der Welt bis ins Jahr 2000 zurückgehen. Die Studienergebnisse werden vierteljährlich veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anlagevermögen und den Verpflichtungen. Der Bericht deckt Vorsorgepläne in Brasilien, Kanada, der Eurozone, Japan, der Schweiz, Grossbritannien und den USA ab.

Die Auswirkungen der Kapitalmärkte auf diese Vorsorgepläne betreffen zwei Bereiche:

  • Die Auswirkungen der Anlageperformance auf das Planvermögen
  • Die Auswirkungen von wirtschaftlichen Annahmen auf die Pensionsverpflichtungen (gemäss International Accounting Standards).

Dem Modell von Willis Towers Watson liegt ein Benchmark-Pensionsplan zugrunde, der die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen (inkl. Vermögensmix) darstellt, die typischerweise im jeweils betrachteten Pensionsmarkt vorkommen. Anhand der Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf das Vermögen und die Verpflichtungen wird ein Pension Index erstellt. Dieser bildet die Veränderungen im Ausfinanzierungsgrad des Benchmark-Pensionsplans ab.

Über Willis Towers Watson

Willis Towers Watson (NASDAQ: WLTW) gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Advisory, Broking und Solutions. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, aus Risiken Wachstum zu generieren. Unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1828 zurück – heute zählt Willis Towers Watson rund 39‘000 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern. Wir gestalten und implementieren Lösungen, die Risiken steuern, berufliche Vorsorge optimieren, Talente fördern und die Kapitalkraft steigern. Auf diese Weise schützen und stärken wir Organisationen und Personen. In der Schweiz ist Willis Towers Watson mit Büros in Zürich und Lausanne vertreten.