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Pressemitteilung

Pensionskassenindex legt 2021 einen aussergewöhnlichen Start hin

Willis Towers Watson Swiss Pension Finance Watch – Q1/2021

Retirement|Investments
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20. April 2021

Die Unternehmensbilanzen der Schweizer Pensionskassen sind stark ins Jahr 2021 gestartet.

ZÜRICH / LAUSANNE / GENF, April 14. 2021 – Die Vermögenswerte der Pensionskassen wuchsen mit einer positiven Rendite von fast 4 % weiter. Die Unternehmensanleihen erholten sich und bewegten sich ebenfalls von der 0 %-Marke weg. Dank dieser beiden positiven Entwicklungen stehen die Unternehmensbilanzen am Ende des ersten Quartals 2021 so gut da wie noch nie seit der Einführung des Willis Towers Watson-Pensionskassenindex. Der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) stieg um 7.9 % an, wie aus dem Willis Towers Watson Pension Index hervorgeht. Er stieg von 104.7 % (31. Dezember 2020) auf 112.6 % (31. März 2021).

Der Pensionskassenindex wird vierteljährlich von Willis Towers Watson im Swiss Pension Finance Watch veröffentlicht und basiert auf dem International Accounting Standard 19 (IAS 19). Der Index stellt die quartalsweise Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads unter IAS 19 dar, statt den sonst typischen Deckungsgrad der schweizerischen Vorsorgepläne anzugeben.

Pensionsverpflichtungen von Unternehmen nehmen ab

Im ersten Quartal 2021 konnte der Abwärtstrend der letzten 9 Monate bei den Diskontierungssätzen umgekehrt werden: Sie stiegen sprunghaft an. Im Laufe des ersten Quartals ging die Kurve der Diskontierungssätze etwas steiler nach oben, wobei die Erhöhung um 20 Basispunkte bei einer Dauer von 18 Jahren bedeutet, dass die Unternehmen dank eines entsprechenden Rückgangs ihrer Verpflichtungen um etwa 3.5 % eine Entlastung erfahren werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass sich die Diskontierungssätze weiterhin in einem historischen Tief befinden. Es wäre also voreilig, anzunehmen, sie hätten grundsätzlich eine andere Richtung eingeschlagen.

«Typische Anlageergebnisse von Pensionskassen lagen in den vergangenen 12 Monaten per 31. März 2021 bei satten +20 %.»

Adam Casey
Head of Corporate Retirement Consulting, Zürich

Adam Casey, Head of Corporate Retirement Consulting bei Willis Towers Watson in Zürich, merkt an: «Der Hauptgrund für die allgemein starke Verbesserung der Pensionspositionen in den Unternehmensbilanzen im vergangenen Jahr ist die durchaus bemerkenswerte Erholung der Vermögenswerte seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der daraus resultierende Vermögensrückgang Anfang 2020.» Er bemerkt weiter: «Typische Anlageergebnisse von Pensionskassen lagen in den vergangenen 12 Monaten per 31. März 2021 bei satten +20 %.»

Die Veröffentlichung der technischen Grundlagen des BVG für das Jahr 2020 wird für die Unternehmen, die sie anwenden, zum nächsten Geschäftsjahresende eine weitere Entlastung in Bezug auf die Verpflichtungen bedeuten, denn die neuesten Tafeln zeigen, dass sich die Mortalitätsrate weniger deutlich verbessert als erwartet. Sie zeigen auch einen Rückgang der Invaliditätsfälle sowie eine allgemein höhere Fluktuation in den Unternehmen. Für die meisten Unternehmen wird aufgrund der Übernahme der aktualisierten Tafeln mit einer Verringerung der Verpflichtungen um 4-6 % zu rechnen sein.

Die Pandemieresilienz der Märkte

Europa steht eine dritte Welle der COVID-19-Pandemie bevor und die Impfbemühungen erleiden einen Rückschlag nach dem anderen. Dennoch verhalten sich die Anlagemärkte weiterhin, als seien sie gegen das Virus immun: Eine typische Pensionskasse verzeichnete im ersten Quartal 2021 eine Zunahme der Vermögenswerte um 3-4 %.

Doch für die Märkte gibt es natürlich keine Impfung; ihnen stehen enorme Herausforderungen bevor, die ihre wahre Resilienz auf die Probe stellen werden. Michael Valentine, Investment Consultant bei Willis Towers Watson in Zürich, erklärt: «Die Pandemie hat nicht nur einige Bereiche der Geschäftstätigkeit zeitweise lahmgelegt, sondern hat für gewisse Veränderungen auch als Katalysator oder Beschleuniger fungiert und die Art und Weise, wie wir arbeiten, denken und investieren, verändert. Mit Blick auf das Jahr 2021 konnten wir einige Schlüsselthemen ausmachen: die Veränderungen im Bereich der Geld- und Fiskalpolitik, der Aufstieg Chinas und das wachsende Bewusstsein, dass Nachhaltigkeit, insbesondere der Klimawandel, eine finanzielle Angelegenheit ist.»

Anleger erkennen allmählich, dass ihre Haltung (oder eben Nicht-Haltung) in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) finanzielle Konsequenzen hat. Der daraus resultierenden wachsenden Komplexität werden sie in ihrer Entscheidungsfindung Rechnung tragen müssen. «Egal, ob sie einen CO2-Plan für das gesamte Portfolio aufstellen oder einfach nur das Gespräch mit dem Global Equity Manager zum Thema klimabedingte Risiken suchen – zunächst sollten die Pensionskassen entsprechende Überzeugungen und Werte für sich definieren», so Valentine. Eine Diversifizierung der Vermögenswerte ist für die finanzielle Nachhaltigkeit von Vorsorgeeinrichtungen entscheidend. Denn so wird es möglich sein, den Verpflichtungen mit ausreichender Sicherheit nachzukommen und Schockszenarien zu überstehen.

Höherer Pension Index dank positiver Anlagerenditen

Der Willis Towers Watson Pension Index misst die Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem Vermögen und den Pensionsverpflichtungeneines Musterpensionsplans (Indexstand 100 % am 31.12.2006).
Willis Towers Watson Pension Index - Schweiz

Die Marktrendite von 3.7 % Prozent im 3. Quartal gemessen am 2005 BVG-40 plus Index von Pictet stellte Unternehmen mit bedeutenden Positionen in der Bilanz zufrieden. Unternehmensanleihen stiegen ebenfalls, was dazu führte, dass die Pensionsverpflichtungen um rund 3.6 % sanken. Der Effekt der geringeren Pensionsverpflichtungen wurde durch eine positive Anlagerendite ergänzt. So verzeichnete der Index einen beachtlichen Anstieg auf den höchsten Stand seit seiner Einführung.

Hintergrundinformationen zur Studie

Der Swiss Pension Finance Watch untersucht vierteljährlich die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Finanzierung von Vorsorgeplänen in der Schweiz. Die Studie ist Teil des Global Pension Finance Watch von Willis Towers Watson, dessen Ergebnisse für die wichtigsten Pensionsmärkte der Welt bis ins Jahr 2000 zurückgehen. Die Studienergebnisse werden vierteljährlich veröffentlicht. Ihr Schwerpunkt liegt auf Anlagevermögen und Verpflichtungen. Die Studie umfasst Vorsorgepläne in Brasilien, Kanada, der Euro-Zone, Japan, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA.

Die Auswirkungen der Kapitalmärkte auf diese Vorsorgepläne betreffen zwei Bereiche:

  • Die Auswirkungen der Anlageperformance auf das Planvermögen
  • Die Auswirkungen von wirtschaftlichen Annahmen auf die Pensionsverpflichtungen (gemäss International Accounting Standards)

Dem Modell von Willis Towers Watson liegt ein Benchmark-Pensionsplan zugrunde, der die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen (inkl. Vermögensmix) darstellt, die typischerweise im jeweils betrachteten Pensionsmarkt vorkommen. Anhand der Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf das Vermögen und die Verpflichtungen wird ein Pension Index erstellt. Dieser bildet die Veränderungen im Ausfinanzierungsgrad des Benchmark-Pensionsplans ab.

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