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Pressemitteilung

Pension Index startet mit Erholung in das Jahr 2019

Willis Towers Watson Swiss Pension Finance Watch - 1. Quartal 2019

Retirement
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16. April 2019

Die Pensionspositionen in den Bilanzen von Schweizer Unternehmen starteten positiv ins neue Jahr. Ein Teil der Ende 2018 erlittenen Verluste konnte wieder ausgeglichen werden. Während des ersten Quartals 2019 fielen die Anlagerenditen so gut wie seit 9.5 Jahren nicht mehr aus, obschon die Diskontierungssätze einbrachen. Insgesamt stieg der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) um rund 1,8 Prozentpunkte. Der Willis Towers Watson Pension Index kletterte von 102,3 Prozent per 31. Dezember 2018 auf 104,1 Prozent per 31. März 2019.

Zürich, 16. April 2019 – Die Pensionspositionen in den Bilanzen von Schweizer Unternehmen starteten positiv ins neue Jahr. Ein Teil der Ende 2018 erlittenen Verluste konnte wieder ausgeglichen werden. Während des ersten Quartals 2019 fielen die Anlagerenditen so gut wie seit 9.5 Jahren nicht mehr aus, obschon die Diskontierungssätze einbrachen. Insgesamt stieg der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) um rund 1,8 Prozentpunkte. Der Willis Towers Watson Pension Index kletterte von 102,3 Prozent per 31. Dezember 2018 auf 104,1 Prozent per 31. März 2019. 

Der Pensionskassenindex wird vierteljährlich von Willis Towers Watson in deren Swiss Pension Finance Watch veröffentlicht und basiert auf dem International Accounting Standard 19 (IAS 19). Der Index stellt die quartalsweise Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads unter IAS 19 dar, statt den sonst typischen Deckungsgrad der schweizerischen Vorsorgepläne anzugeben.

Stark steigende Anlagenpreise glichen den Anstieg der Pensionsverpflichtungen mehr als aus

Im ersten Quartal 2019 standen die Signale in Bezug auf die allgemeine Marktstimmung nach dem miserablen Jahresende 2018 eindeutig auf Erholung. In der Folge wurden die stärksten Anlagerenditen in einem einzigen Quartal seit fast zehn Jahren erzielt (7,2 Prozent, gemessen anhand des Pictet 2005 BVG-40 plus Index). Die damit einhergehende Reduktion des Spread bei Unternehmensanleihen (-32 Basispunkte im ersten Quartal 2019 auf das niedrigste Niveau seit 2016) führte zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtungen um 5,4 Prozent. Der kombinierte Effekt der gestiegenen Pensionsverpflichtungen und der positiven Anlagerenditen im Berichtsquartal führte zu einer teilweisen Erholung im Index nach den dramatischen Verlusten zum Jahresende 2018.

Pension index for Switzerland

Die Änderung des Willis Towers Watson Pension Index im ersten Quartal 2019 ist an sich nicht dramatisch. Interessant ist indes die Grössenordnung des gleichzeitigen Anstiegs der Vermögenswerte und der Anleihenkurse. «Das Quartal war ein seltenes Beispiel für Zeiten, in denen deutlich steigende Verpflichtungen vollständig von noch stärker abschneidenden Aktien und Anleihen in typischen Pensionskassenportfolios gedeckt werden. Dies ist ungewöhnlich, denn Anleihen steigen häufig, wenn eine «Flucht in Sicherheit» stattfindet. Aktien dagegen erleiden in solchen Zeiten Kursverluste. Eins ist sicher: Wir hatten es mit zwei volatilen Quartalen zu tun», meint Adam Casey, Head of Corporate Retirement Consulting bei Willis Towers Watson in Zürich.

Interpretation der Zahlen

Die abrupte Korrektur im Index während des vierten Quartals 2018 beendete einen Zeitraum von über zwei Jahren mit steigendem Ausfinanzierungsgrad. Die Frage lautet nun, ob die Erholung im ersten Quartal 2019 die Rückkehr zu einem positiven Ausfinanzierungstrend darstellt? Oder war der Einbruch im Schlussquartal 2018 eine Warnung auf bevorstehende schwierigere Zeiten?

Klar ist, dass die Zentralbanken sich schwertun, die infolge ihrer gelockerten Geldpolitik massiv angehäuften Schulden wieder zu reduzieren. Bis vor Kurzem gingen die Märkte weithin von einer stetigen Zinsstraffung aus, angeführt von der US-Notenbank. Allerdings liessen eine anhaltend niedrige Inflation, schwache Wachstumsaussichten und der Mini-Börsencrash im vierten Quartal 2018 Zweifel über einen baldigen Anstieg bei den Zinsen laut werden.

«Es scheint, als ob der Konjunkturzyklus einen Wendepunkt erreicht hat und die Möglichkeit einer herannahenden Rezession besteht. Unterdessen warnt der IWF davor, dass die Weltwirtschaft in eine globale Wachstumsabkühlung eingetreten ist. Die Renditekurve in den USA nimmt einen inversen Verlauf, was historisch ein Hinweis auf eine bevorstehende Rezession ist», fasst Adam Casey die Situation zusammen.

Bedeutung langfristiger Kapitalanlagen

Das Tempo und die Grössenordnung der einander entgegengesetzten Marktbewegungen in den letzten beiden Quartalen haben eine lebhafte Debatte und Spekulationen darüber entfacht, was diese Umschwünge zu bedeuten haben. Michael Valentine, Investment Consultant bei Willis Towers Watson in Zürich, sagt dazu: «Pensionskassen sind längerfristig agierende Investoren und müssen sich daher über kurzfristige Marktverwerfungen keine ungebührlich grossen Sorgen machen. Daher ist es wichtig, dass die Stiftungsräte von Pensionskassen ihren Fokus auf die Schaffung und Aufrechterhaltung von robusten, diversifizierten Anlagestrategien beibehalten. In diesem Umfeld begrüssen wir das rapide zunehmende Bewusstsein für nachhaltige Anlagen, die wir als wertvolle Komponente bei den Instrumenten zum Portfolioaufbau und als starken Faktor für überlegene risikobereinigte Renditen erachten.»

Hintergrundinformationen zur Studie

Der Swiss Pension Finance Watch untersucht vierteljährlich die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Finanzierung von Vorsorgeplänen in der Schweiz. Die Studie ist Teil des Global Pension Finance Watch von Willis Towers Watson, dessen Ergebnisse für die wichtigsten Pensionsmärkte der Welt bis ins Jahr 2000 zurückgehen. Die Studienergebnisse werden vierteljährlich veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anlagevermögen und den Verpflichtungen. Der Bericht deckt Vorsorgepläne in Brasilien, Kanada, der Eurozone, Japan, der Schweiz, Grossbritannien und den USA ab.

Die Auswirkungen der Kapitalmärkte auf diese Vorsorgepläne betreffen zwei Bereiche

  • Die Auswirkungen der Anlageperformance auf das Planvermögen
  • Die Auswirkungen von wirtschaftlichen Annahmen auf die Pensionsverpflichtungen (gemäss International Accounting Standards)

Dem Modell von Willis Towers Watson liegt ein Benchmark-Pensionsplan zugrunde, der die Pensionsverpflichtungen und das Planvermögen (inkl. Vermögensmix) darstellt, die typischerweise im jeweils betrachteten Pensionsmarkt vorkommen. Anhand der Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf das Vermögen und die Verpflichtungen wird ein Pension Index erstellt. Dieser bildet die Veränderungen im Ausfinanzierungsgrad des Benchmark-Pensionsplans ab.

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