Skip to main content
Survey-Report

Vergleich der Vorsorgepläne der SLI®-Gesellschaften

Benchmarking der Pensionskassenleistungen 2019

N/A
N/A

Von Stephan Wildner und Eileen Long | 10. Januar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

während die politischen Diskussionen, wie den Herausforderungen der Altersvorsorge am besten beizukommen ist, weiterhin andauern, hat das Zinsumfeld neue, leider negative Rekordstände erreicht. Die Pensionskassen haben sich diesen Realitäten zu stellen und zusammen mit den angeschlossenen Plansponsoren laufend neue Lösungsansätze zu entwickeln. Spielraum für ganz grosse Ausweichmanöver existiert zunehmend weniger.

Dies widerspiegelt sich auch in den Ergebnissen der vorliegenden Studie. Obwohl z. B. die Umwandlungssätze einen langen, steinigen Weg abwärts hinter sich haben, sind die jüngsten Reduktionen im Zinsumfeld noch nicht mitberücksichtigt. Entsprechend kann an dieser Front noch keine Entwarnung gegeben werden. Die Umverteilung von Aktiven zu Rentnern findet unverändert statt. Trotz aller Bemühungen diesbezüglich sind die Marktzinsen weiterhin ca. 0.5 Prozent tiefer als die impliziten technischen Zinssätze, die den Umwandlungssätzen zugrunde liegen.

Der Trend innerhalb der in der vorliegenden Studie abgebildeten Unternehmen des Swiss Leader Index (SLI®) stimmt dabei grundsätzlich mit der von uns wahrgenommenen Entwicklung des Gesamtmarktes überein. Jedoch haben sich z. B. die Arbeitgebersparbeiträge in den letzten 6 Jahren weiter erhöht. Teilweise durch eine Umschichtung von Risikobeiträgen in Sparbeiträge, teilweise durch eine effektive Erhöhung der Gesamtbeiträge.

Dies zeigt, dass die Firmen gemeinsam mit ihren Pensionskassen durchaus bereit sind, einer Erosion des Leistungsniveaus entgegenzuwirken. Es ist ihnen ein Anliegen, ihren Mitarbeitenden auch nach der Pensionierung ein angemessenes Einkommen zu sichern. Solche Kompensationen über Zusatzbeiträge erfolgen oftmals im Gegensatz zu dem, was im Markt (und dabei insbesondere im Sammelstiftungsbereich) beobachtet werden kann, wo die laufenden Reduktionen der Umwandlungssätze oft als einseitige Vollzugsmeldung ohne flankierende Massnahmen kommuniziert werden.

Gemeinsame Bemühungen der Firmen mit ihren Pensionskassen scheinen hier für die Versicherten einen echten Mehrwert zu generieren. Aus Sicht der Firmen lässt sich dabei aber auch die Frage stellen, ob höhere Sparbeiträge (speziell in jüngeren Jahren) die optimale Entlöhnungskomponente für die durchaus stellenwechselwillige Generation der Millenials ist.

Hervorzuheben ist auch, dass auch der Trend, zusätzlich zu den Umwandlungssatzreduktionen die Rentenoption zur Risikoreduktion weiter einzuschränken, unvermindert anhält. So haben insbesondere in den letzten 2 Jahren seit Änderung der diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen weitere SLI®-Firmen einen sogenannten 1e-Vorsorgeplan eingeführt. Dieser Trend dürfte ebenfalls weiter anhalten. Abgesehen von vielen Gemeinsamkeiten zeigen sich in dieser Studie jedoch weiterhin erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Pensionskassen. Die Altersleistungen einer Pensionskasse können weiterhin mehr als doppelt so hoch sein wie diejenigen einer anderen. Diese deutliche Differenzierung ist auf eine Reihe von Unterschieden zurückzuführen, die in der Studie im Detail betrachtet werden.

Die Verzinsung der Altersguthaben der aktiven Versicherten schwankte in den letzten Jahren beträchtlich, in Abhängigkeit insbesondere von den Entwicklungen an den Aktienmärkten. Konnten z. B. in 2017 nach guter Marktentwicklung deutlich positive Verzinsungen gewährt werden, war dies den meisten Pensionskassen in 2018 infolge schlechteren Börsenganges nicht mehr möglich.

Insgesamt zeigt sich in den letzten 5 Jahren eine erfreulich hohe durchschnittliche Verzinsung der Altersguthaben, die auch deutlich über der BVGMindestverzinsung liegt. Es darf angesichts der Negativzinsen und der auch sonst reduzierten Renditeerwartungen an den Anlagemärkten bezweifelt werden, dass diese Entwicklung in den kommenden Jahren so anhalten kann. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Verzinsung im Durchschnitt leider stark dem politisch gestützten BVG-Mindestzinssatz annähern wird.

Viel Spass bei der Lektüre!

Author

Director of Retirement

Services Switzerland


Director

Contact Us
Related content tags, list of links Survey-Report

Related Content