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PensionCompass© – Das Konzept für die risikobasierte Steuerung von Pensionskassen

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26. November 2018

Das oberste Organ hat gemäss Art. 51a BVG die Gesamtleitung der Pensionskasse und legt die strategischen Ziele und die Mittel zu deren Umsetzung fest. Wie können strategische Ziele definiert und die Verantwortung dafür wahrgenommen werden? Im PensionCompass© ist ein Konzept verwirklicht, mit dem sich über 5 Kenngrössen strategische Ziele formulieren und deren Erreichung planen und verfolgen lassen.

If you can measure it, you can manage it

Nur wenn wir etwas messen erhalten wir die Information, ob wir uns unseren Zielen nähern oder uns von ihnen wegbewegen. Diese Grundhaltung ist ein zentrales Element einer guten Pension Governance.

Strategische Ziele und Verantwortung

Das oberste Organ hat gemäss Art. 51a BVG die Gesamtleitung der Pensionskasse und legt die strategischen Ziele und die Mittel zu deren Umsetzung fest. Wie können strategische Ziele definiert und die Verantwortung dafür wahrgenommen werden? Im PensionCompass© ist ein Konzept verwirklicht, mit dem sich über 5  Kenngrössen strategische Ziele formulieren und deren Erreichung planen und verfolgen lassen.

Konzept für eine nachhaltige Vorsorge

Die 5 Kenngrössen Sanierungsrisiko, Leistungen, Kosten, Umverteilung und Anlagerisiko sind umfassend, vorausschauend, quantitativ, reproduzierbar und verständlich. Über diese Kenngrössen kann der Stiftungsrat definieren, was für ihn eine nachhaltige Vorsorge ist, wie zum Beispiel: «abnehmendes Risiko bei gleichbleibendem Leistungsniveau, zu bekannten Kosten, mit begrenzter Umverteilung und mit minimalen Anlagerisiken». Auf diese Weise lässt sich das Leistungsniveau finden, das mit dem gegebenen Kostenbudget finanzierbar ist. Umgekehrt lassen sich z. B. auch die Kosten von Kompensationsmassnahmen eruieren.

Abb. 1: Kenngrössen für die risikobasierte Steuerung

Abb. 1: Kenngrössen für die risikobasierte Steuerung 

Identifikation der Steuerungshebel

Die Wirkung der Handlungsoptionen kann eindeutig anhand der Veränderung der 5 Kenngrössen eingeordnet werden. Gleichzeitig werden die effektiven Steuerungshebel identifiziert, welche dem Stiftungsrat zur Verfügung stehen. Entscheidungen sind damit kein Blindflug sondern Teil eines kontrollierten Steuerungsprozesses.

Regulatorische Anforderungen

Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge verlangt eine regelmässige Beurteilung der Pensionskasse in Bezug auf folgende Punkte: finanzielle Sicherheit, Sanierungsfähigkeit und laufende Finanzierung. Zudem verlangt sie jeweils einen mittelfristigen Ausblick für die Pensionskasse. PensionCompass© deckt diese  Anforderungen vollumfänglich ab.

Visualisierung von finanzieller Sicherheit und Sanierungsrisiko

Mit einer dynamischen Projektion lässt sich die stochastische Deckungsgradentwicklung über 10 bis 15 Jahre aufzeigen.

Abb. 2: Deckungsgrad-Perzentile

Abb. 2: Deckungsgrad-Perzentile 

Ausgehend vom erwarteten Deckungsgradverlauf kann man zudem das Risiko eines Sanierungsfalles über die nächsten 4 Jahre darstellen: Die gelbe Fläche symbolisiert eine Unterdeckung welche mit Sanierungsbeiträgen von 3 Prozent binnen 5 Jahren behebbar ist, die pinken Fläche eine noch schwerwiegendere Unterdeckung.

Mehrere Annahmenvarianten können anschaulich miteinander verglichen werden, wie zum Beispiel hier das Unterdeckungsrisiko bei unterschiedlichen Umwandlungssätzen.

Abb. 3: Deckungsgrad- und Risikoprojektion

Abb. 3: Deckungsgrad-  und Risikoprojektion 

Abb. 4: Unterdeckungsrisiko

Abb. 4: Unterdeckungsrisiko 

Visualisierung der Leistungen

Leistungen können kann auf unterschiedliche Weise gezeigt werden. So kann zum Beispiel die Streuung der erwarteten Rente in Abhängigkeit des Alters und aller weiteren relevanten Parameter dargestellt werden (inkl. Der Anlagestrategie).

In der Grafik wird das Leistungsniveau anhand der Ersatzquote dargestellt. Eine Umverteilung zu Lasten der  Aktiven aufgrund eines zu hohen Umwandlungssatzes führt insgesamt zu einem sinkendem Leistungsniveau.

Nach Absenkung des Umwandlungssatzes kann mehr von der erzielten Rendite für Verzinsung der Altersguthaben eingesetzt werden, weil der Pensionierungsprozess keine Quersubventionierung mehr benötigt.  Dies führt zu einer Aufwertung des Sparprozesses; das Leistungsniveau steigt wieder an.

Massnahmen zur Besitzstandswahrung können natürlich ebenfalls berücksichtigt werden.

Abb. 5: Streuung der modellierten Leistung im Schlussalter

Abb. 5: Streuung der modellierten Leistung im Schlussalter 

Die Wirkung von Entscheidungen testen – What-If Analysen

Mit dem Einsatz von What-If Analysen wird der Stiftungsrat in die Lage versetzt, die Wirkung von Handlungsoptionen zu testen, bevor sie umgesetzt werden. Weil die Arbeit mit dem PensionCompass© das Zusammenspiel der Parameter und die Wirkung von Massnahmen sichtbar macht, steuert das oberste Organ die Kasse selbst und muss dies nicht an Berater delegieren oder sogar an die Aufsichtsbehörde abtreten.

Wiederverwendbares Pensionskassen-Modell

Das exakte dynamische Berechnungsmodell für die Pensionskasse bleibt bei uns bestehen und kann jederzeit wiederverwendet werden, um kostengünstig neue Varianten zu untersuchen oder eine neue Ausgangslage abzubilden.

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